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  Gekürzt abgedruckt in:

 Landkreis Landsberg am Lech. Heimat zwischen Oberbayern und Schwaben.

 Hrsgg. vom Landkreis Landsberg, eos  2010, S. 65 - 69

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Eine Annäherung aus Geschichte und Gegenwart                      

Von Pankraz Fried


  Lechbrücke bei Schwabstadel

Wenn der moderne Mensch heute  etwas über Geschichte erfahren will,  so greift er oft  nicht mehr zu Büchern.

Heute sieht man ins Fernehen und geht ins Interne .  Und wenn man dort etwa  bei „Google“ den Lechrain

als Suchbegriff eingibt, so erhält man  nicht weniger als 12.000 Treffer: Eine Zahl, die man  angesichts des

Vordringens neuer  touristischer Landschaftsbegriffe wie Amersee – Lech,  Lechtal  oder Fünfseenland  nicht

erwartet hätte. 

Es handelt sich  in der Mehrzahl  um Orte, die zu beiden Seiten  Lechs  von Füssen bis Rain  liegen.  Allen voran

tituliert sich stolz die Stadt Friedberg  als „altbayerische Herzogstadt  am Lechrain“.  In  der  Stadt Landsberg,

die direkt am Lech  liegt,  gibt es  eine Lechrain – Kaserne, ein Lechrain – Industriegebiet, eine Lechrain – Apotheke,

einen Pfadfinderstamm Lechrain usw.  In der Landsberger Presse ist  der Lechrain täglich im Lokalteil präsent. Im

Landkreis gibt es eine "Lechrain-Halle" (Scheuring), Musikgruppen usw. DieStadt Schongau erscheint als   Sitz der

Sektion Lechrain des DAV,  in Schwangau gibt es die Bezeichnung „Am Lechrain“.  

Nördlich von Augsburg ist auf der östlichen Seite  vom „Unteren Lechrain“ die Rede. Als eigener Landschaftsbegriff  

erscheint der Lechrain  in der Iniitiative Agrarkulturerbe und im geograpischen Landschaften-Verzeichnis.

 Im Einzelnen  können  wir  hier auf das Phänomen des  Lechrain – Regionalismus  nicht weiter eingehen, es 

bedürfte dies einer eigenen Studie, die natürlich durch eine repräsentative Befragung abgestützt werden müßte.

Es scheint,  daß  in den letzten Jahrzehnten  der Lechrain – Begriff gerade wegen seiner  altertümlichen Singularität

wieder mehr an Verbreitung gefunden hat.

Was Lechrain eigentlich bedeutet bleibt dabei oft im Unklaren. Schon das Wort "Rain" gehört einem Sprachschatz

an, der mit der alten bäuerlich-ländlichen Welt in den Hintergrund getreten ist. Nach Schmellers Bayerischem

Wörterbuch  [1]  bedeutet Rain zunächst  „ ein zwischen Ackerfeldern ungepflügt liegen bleibender Grenzstreifen“, 

dann  den „ gegen ein Moor oder gegen ein Wasser-, besonders   Fluß -Bett abhängigen Rand des höheren Terrains“

 Der  bekannte Lechrain – Schriftsteller  Karl Frhr. v.  Leoprechting[2]   (1818-1864)  interpretierte schon vorher,

1855,   den   Lechrain  wie folgt:  „Der Name „Lechrain bedeutet das Land    mit  dem Abhang beider Gestade,

diesem Flusse zu. Auch die Isar, die Amper etc. hatten in ältern Zeiten   ihren  Isar-,  Amperrain;  doch hat sich

die letztere Benennung schon längst verloren....“.  Damit stellt sich die Frage,  warum sich der „Rain“ nur beim Lech

bis heute erhalten hat.  Leoprechting  gibt darauf eine erste Anwort:  „  Seit ältester Zeit ist der Lech  die

Grenzmarke zwischen Bayern und dem Schwabenland…..“ .

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Johann Georg von Lori

Zum Jubiläum: 250 Jahre BAYERISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 1759-2009  ist erschienen:  

DENKER, FORSCHER UND ENTDECKER. Eine Geschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

in historischen Porträts. Hg. v. Dietmar Willoweit.                                 
 

 Darin das neueste Porträt von

JOHANN GEORG VON LORI  (1723-1787)

Aufbruch in die Welt des Wissens: Die Anfänge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

von

Prof. Dr. Dietmar Willoweit

Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften  

www.books.google.de/books   > bei Buchsuche Titel eingeben > LesepROBE   

C.H. Beck Verlag München

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"Was sich der eher aufgeklärte Neffe wohl über die Vorgänge im Hause seines Onkels [auf der Wies] dachte"? 

Zur Herkunft von Johann Georg v. Lori

Johann Georg Lori am 17. Juli 1723 als Wirtssohn in Gründl b. Steingaden geboren. In meinem Historischen Atlas Landsberg - Schongau (S. 250) erscheinen 1752 in Gründl vier dem nahen Kloster Steingaden grundbare 1/8 - Anwesen mit den Hausnamen Hellmann, Roden, Duller, Golter. In der vom früheren Heimatpfleger von Oberbayern Sigfrid Hofmann 1983 verfaßten Steingadener Chronik ist zu finden, daß 1583 das Kloster Steingaden das Gut zu Gründl erwarb, welches der Chronist S. Hofmann als „die Heimat des großen Geschichtsforschers und bayerischen Politikers Johann Georg v. Lori" bezeichnet.  Des weiteren erfahren wir aus der Chronik (S. 155), daß 1788 „der neuerdeckte (?) Wirt zur Gründel" für 200 Eimer 157 Gulden 6 Kreuzer an die Steingadener Brauerei bezahlt hat. 1823 zählte der zur Pfarrei Prem gehörige Ort  Gründl 19 Seelen (Plazidus Braun, Bistum Augsburg).

Eine neuere Genealogie der Loris scheint nicht vorzuliegen. Der Catalogus Baptizatorum der Pfarrei Prem  hat unter dem 17. Juli 1723 folgenden Eintrag (nr. 359): " Joannes Georgius. Parentes: Augustinus et Rosa de Grindl. Levans (Pate): Joannes Georgius Hölderich de Brem". (Diözsanarchiv Augsburg, ABA Matrikelverfilmung. Prem 1). In der Premer Chronik von S. Hofmann (1981) wird angegeben, daß Loris Vater Augustinus Lori, der später Gastwirt und Fährmann war,  1683 zu Prem geboren wurde und dort 1749 starb (S.22).  Lori selbst war genealogisch interessiert und - vielleicht im Zusammenhang mit seiner Nobilitierung - der Ansicht, seine Familie stamme aus Italien. In Rom hatte Lori 1751 den italienischen Prälaten Lori kennengelernt, den er damals bat, genealogische Nachforschungen über die Familie Lori anzustellen. Die Cousine des Prälaten, Beatrice Lori aus Fabriani übersandte Lori dann tatsächlich 1760 einen Stammbaum, der bis in die Zeit Kaiser Heinrichs IV. zurückreichte und die adelige Abstammung der dortigen Lori zu dokumentieren schien (A. Kraus, J.G.v. Lori, in: Der Welf IV (19996/97) 194 f.; L. Hammermayer, Gründungsgesch. (1959) 48 ff.; Spindler, Briefe (1959) 518).

Für die in Steingaden ansässige Familie Lori ist mir vorläufig neben der Internet-Recherche nur der Blick in die Literatur möglich, vor allem in Sigfrid Hofmanns Chronik von Steingaden, wo mehrere Personen mit dem Namen Lori genannt sind. Am bekanntesten von ihnen ist wohl die Wiesbäurin Maria Lori, die 1738 zur Begründerin der Wallfahrt zum Gegeißelten Heiland in der Wies wurde (s. Hofmann, Chronik Steingaden 93 ff.). Es wäre interessant zu wissen, welche Verwandtschaft zwischen den Loris in Gründl und in der Wies bestand (siehe jedoch unten!). Johann Georg Lori war 1738 schon 15 Jahre alt und hat sicher in den folgenden Jahren das Aufkommen der Wallfahrt und den Bau der Wieskirche (1745-1754) durch Dominikus Zimmermann verfolgt, wenn auch wohl in der kritischen Distanz eines aufgeklärten Professors bzw. Hofrats. Oder war er vielleicht doch jener Johann Georg Lory, der um 1770 für ein Seelenamt in der Wies die große Summe von 500 Gulden gestiftet hat? Nein, es war sein Neffe (Hofmann, Chronik St. 143).                                           Gedenktafel in Neuburg

 

 Der Sohn des Wies -   Baumeisters Dominikus Zimmermann, Franz Dominikus, war übrigens seit 1750 mit der verwitweten Maria Lori (+1771) verheiratet (Chr. S. 115).

Der Vorsitzenden des Hist. Vereins Schongau, Frau Heide Krauthauf  bin ich zuletzt zu großem Dank verbunden für die Übermittlung der Chronik v. Prem (von Sigfrid Hofmann , 1981), wo sich eine Reihe von Belegen  über die Loris finden. Ferner für den Hinweis auf Hans Pörnbachers „Die neue Wallfahrt auf der Wies.." (1999). Dort (S. 8 Anm. zu Abb.1) konnte ich entnehmen, daß der (erste) Mann der Maria Lori auf der Wies namens Johann Martin in Gründl geboren war und - der Onkel von Johann Georg v. Lori war! Hans Pörnbacher bemerkte dazu: „Was sich der eher aufgeklärte Neffe wohl über die Vorgänge im Hause seines Onkels dachte!" ?

 

[bILD]Maria Lori , die Wies - Tante von Johann Georg  Lori
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 Zur Geschichte der Wieswallfahrt und Wieskirche siehe  im Internet:

www.wieskirche.de/

Aus dem Internet: Entstehung und Bedeutung der (Wies)Wallfahrt..........
„Am 4. Mai 1738 wurde vom Martin Lori und seinem ältesten Sohn die Figur des Gegeißelten Jesus vom Kloster Steingaden in das einsam gelegene Bauernhaus der Familie Lori in der Wiß getragen. Nicht nur die Bäuerin Maria Lori mit ihren Kindern, sondern auch die Haustiere und sogar der wildlebende Fuchs warten auf das Bildnis. Über allem, Mensch, Tier und Schöpfung liegen das vom Gnadenbild ausgehende Licht und sein Segen........
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Vorläufige Genealogie der Lori in Gründl Nr. 3 (Wirt) und Wies
(nach S. Hofmann, Chronik Prem und H. Pörnbacher, Neue Wallfahrt)

Johann Martin L., geb.i.Gründl    -----------------------  Augustin L. Wirt u.Fährmann v. Gründl
*1684 +1746 oo ? Wies                                             *26.9.1683 + 27.5.1749
oo Maria Lori geb. Beer v. Urspring +1771                       oo Rosa
(2) 1750 Franz Dominikus Zimmermann
*1714 +1786 . Vater Dominikus +1766 I                    I 
                                                                            Johann Georg Lori *17.7.1723 ----------N N
                                                                            +23.3.1787                                                                                                                                                                                     
                                                                                                                                      I

                                                                                                                         Johann Georg


Eine weitere Ausarbeitung ist geplant.

www.bayerische-landesbibliothek-online.de/lori  . Dort Kurziographie Lori und Urkunden Lechrain!


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Geschichte  - baierisches  Grenzland am Lech

Lechrain impliziert also den Blick in die uralte Geschichte des Grenzlandes am Lech.  Diesen hat als erster  auf

wissenschaftlicher Grundlage der aus dem Lechrain stammende Johann Georg  v. Lori  (1723 - 1786) getan, 

Bayerischer  Staatsrat und  Mitbegründer der Bayerischen Akademie der  Wissenschaften.  Mit seinem voluminösen

Band  „Der Geschichte des Lechrain zweyter Band,  Urkunden enthaltend“  legte  er 1768  die Grundlagen für  die

Lechrain – Geschichte , die er mit  Urkunden aus der  frühen Stauferzeit beginnen  und in seiner Zeit enden läßt[3] .

Vor ihm hat bereits  der Humanist und Vater der bayerischen Geschichtsschreibung Johannes Thurmaier, genannt

Aventinus (1477 -1534) den Lechrain in Chronik und Karte (1523) erwähnt: „An dem Lech Lycates oder Lycatios,

haissen wir nun die Lechrainer“. Das Kloster Thierhaupten bezeichnet er als  am Lechrain liegend.  Der Lechrain ist

sodann in den frühen Atlas- und Kartenwerken von  Sebastian Münster 1550 und Philip Apian 1568 eingezeichnet.  

1573 wird ein  Inventarverzeichnis der „ Grafschaft Möringen, am Lechrain, in Bayrn“   anläßlich   der Verpfändung

an die Fugger erstellt.

Baierische Landesgrenze am Lech bis 1803 


Der  Lechrain als Grenze und Grenzlandschaft zwischen Baiern und Schwaben

 Die heutige Forschung kann  über Lori hinaus  eindeutig feststellen, daß bereits in  der Karolingerzeit  der Lech  als

 Grenze  zwischen den beiden Stammerzogtümern bezeugt ist.  Im  Hochmittelalter ist  neben Oberschwaben vor

allem der Lechrain  eine Herrschaftsdomäne des Hochadelsgeschlechts der Welfen. Ihr Mittelpunkt waren Burg und

Dorf  Kaufering, wo welfische Herzöge residierten und  1120 Herzog Welf II. starb. Sein Nachfolger Herzog Welf VI.,

Herzog von Tuszien und Spoleto hatte auch am Lechrain reichen Besitz, vor allem um die Burg Peiting im Süden.

In Rivalität zum Bischof von Augsburg verlegte hier sein Neffe Heinrich der Löwe den Lechübergang der Salzstraße 

zum Dörflein "Phetine" (Pfetten) und erbaute dort um  1160 die "Landespurc" - Landsberg.                                                                                                                                                             

Nachfolger des Welfenbesitzes waren seit 1190 die Staufer – daran erinnert  heute z.B. die Burgruine Haltenberg

am Lech, die damals im Besitz staufischer Ritter war.  Der  Stauferbesitz fiel mit dem sog. "Konradinischen Erbe",

also der Erbschaft des letzten Staufers Konradin nach dessen gewaltsamen Tod zu Neapel  1269 

an seinen wittelsbachischen Oheim Herzog Ludwig von Bayern. Seine ritterlichen Verwaltungsbeamten formten

daraus die daraus die Landgerichte Landsberg,  Schongau, Rauhenlechsberg und Mering  Die Burg Friedberg hatte

noch vorher der letzte  Staufer Konradin mit seinem Oheim Herzog Ludwig von Bayern  gegründet, sie wurde im

15. Jahrhundert zum Gerichtssitz. Damit gelang es den wittelsbachischen Landesherren, die Stammesgrenze auch

zur Landesgrenze  zu machen, die bis 1803 Bestand hatte. 

 

Wallfahrtskirche Vilgertshofen, z.Kl. Wessobrunn (Aufn.Bredschneijder)

Pfarrkirche St. Vitus in Egling, bis 1803 zum Kl. Ettal

Pfarrkirche U.L.F. Walleshausen , zum Kl. Polling (Aufn. Konrad)

St. Johann Kaufering, zum Kloster Dießen (Bild Festschr. 1973 )

Maria Kappel b. Schmiechen (z.Kl. Dießen)

Der Reichtum der Lechrainer (und bayerischen) Kulturlandschaft besteht in seinen vielen Kirchen, Kapellen und

Marterln!


 Der "Kleine Pfaffenwinkel"

Bis 1803 bestanden auch die im sogenannten  Pfaffenwinkel gelegenen alten Klöster Wessobrunn,  Steingaden, 

Rottenbuch,  Polling,  Dießen. Sie besaßen gerade am mittleren Lechrain zahlreiche einträgliche Pfarreien und

kunstvoll gebaute Kirchen, wie z.B. die Stadtpfarrkirche Landsberg und die Wallfahrtskirche Vilgertshofen, die zu

Wessobrunn  gehörten, und viele andere mehr (siehe auch Bilder). 

Man hat deswegen nicht zu Unrecht vom „Kleinen Pfaffenwinkel“  am Landsberger Lechrain gesprochen. Und noch

heute wirbt die Stadt Landsberg mit dem Pfaffenwinkel: "Man findet hier in idyllsicher Landschaft mittelalterliche

und barocke Baukunst in reicher Fülle" (A.Lichtenstern)

                                                                  

Die Klosterkirche Dießen überm Ammersee


Dießen und der Ammersee  (mit Pfleggericht Rauhenlechsberg )

Der Ammersee galt früher als die östliche Grenze des Lechrains.  Aus dem Erbe der Grafen von Dießen und Andechs,

die 1130 das Augustinerchorherrenstift Dießen gründeten,  hatten die Wittelsbacher 1248 den Markt  Dießen

überkommen,  wo auch der Sitz des Seegerichts über den Ammersee war.  1599  wurde mit diesem das Gericht

über den  Dießener Forst  zwischen dem See und der Windach, das bis dahin zum lechrainischen Pfleggericht

Rauhenlechsberg gehört hatte,  vereinigt.  Der Markt Dießen blieb bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter der

unmittelbaren Obrigkeit des Landgerichts Landsberg.

Das Pfleggericht Rauhenlechsberg wurde zu Beginn des 19.Jahrhunderts dem Landgericht Landsberg einverleibt.

Die Burg selbst, bei Apfeldorf gelegen, verfiel, sodaß heute nur mehr die Burgstelle erstiegen werden kann.

Schloß Rauhenlechsberg

Landsberg am Lech (zeitgenössischer Stich)


Die bairische "Grenzstadt" Landsberg

Das im 13. Jahrhundert zur Stadt aufgestiegene Landsberg entwickelte sich durch seine Lage an der Salzstraße

und am Lechflößerweg zur bedeutendsten baierischen Grenz- und Ämterstadt am Lechrain. Das  alte Landgericht

Landsberg  reichte von  Mering im Norden  bis zu den Trauchgauer Bergen mit der Wieskirche  im Süden. War bis 

1800 Landsbergs schmückende Titulatur "baierische Grenzstadt am Lech" gewesen, so hielt sich nach dem Wegfall

der Lechgrenze der Zusatz "am Lech", wohl auch zur Unterscheidung von den anderen Städten gleichen Namens.

Der Aufschwung des Landsberger Bürgertums im historisierenden 19. Jahrhundert brachte auch einen kulturellen

Aufstieg mit sich, mit  dem die 1856 erfolgte Gründung des heute  noch bestehen Historischen

Vereins einher ging. Die unmittelbare Lage  am Lechfluß mit der damit verbundenen Naturschönheit drängte hier die

Bezeichnung Lechrain zurück, obwohl Landsberg geographisch und historisch als dessen Zentrum  zu betrachten ist.

 


     Leoprechting 

"Aus dem Lechrain"

Die über ein Jahrtausend währende Grenzsituation  am Lechrain bedingte, daß sich hier altertümliche Verhältnisse

besonders lang bis ins 19. Jahrhundert konservierten.

Der Pöringer Schloßherr  Karl Freiherr von Leoprechting  (1818 -1864) war davon so angetan, daß  er diese 1855

in einem eigenen Buch „Aus dem Lechrain“  aufgeschrieben hat:  ein Werk, das zu einem Klassiker der

deutschen Volkskunde geworden ist.  Was er aus dem Erzählungs- und Überlieferungsschatz des Volkes mitteilt, wie

er das Bauernjahr in seinen Festen und Gebräuchen und Lebensweisen schildert, wie er das „Haim“, das Bauernhaus

beschreibt und Lebensmarken wie Geburt,  Hochzeit, Tod  veranschaulicht, fasziniert heute noch, ebenso seine

Wiedergabe von Lied, Sang und Sprichwörtern aus dem Lechrain.  Durch den Strukturwandel vor allem im 20.

Jahrhundert  ist dieser bäuerliche Lechrain heute allerdings  "zu einer Welt geworden, die wir  [weitgehend]

verloren haben“ (Der Engländer P. Laslett). [ Das Lebensbild Leoprechting siehe unten; Leoprechtings   "Aus dem

Lechrain ist heute im Internet einzusehen, ebenso die Biographie Loris])



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Mundartgrenzen am Lech  (nach W.König)

                                                                                                                                                                                                                                                                                            

Die Mundartgrenze am Lech: Der Lechrainer Dialekt

Obwohl der Lech immer als Grenze zwischen Baiern und  Schwaben angesehen wurde, so fiel doch  schon

Leoprechting  auf,  daß  „bayrhalb [des Lechs] die Sprache schon einen merklich schwäbischen Anklang gewinnt“.

 Wissenschaftlich wurde dieses Phänomen jedoch erst  1925 durch den gelehrten Dr. Bruno Schweizer aus Dießen 

(1897-1958) näher erforscht und beschrieben.   Die spätere Dialektforschung  erbrachte,  daß  gerade im

Landsberger   Raum  Schwäbisch  und  Baierisch mit einem Einschlag von Südbaierisch sich so  mischen,  daß 

wir diesen höchst interessanten Dialekt durchaus auch als eigenständig betrachten können.  Dieses Lechrainische

zieht sich zwischen Lech und Ammersee nach Süden bis über den Hohenpeißenberg, streng genommen sogar bis in

dasTiroler Außerferngebiet…“[4]   So wie die alten Bräuche längst dahin geschwunden sind,  so schwindet heute

auch dieser alte Bauerndialekt immer mehr.  Eine Dialektprobe (später vielleich auch per Audio):

                                               S´ Lejchruanr Biawla

         Bua, Boara semmr, hot s Ejn~la gsejd  -  d´Schwoowa fanga eschd iwarn Lejch dennt an~.

         Sou ischs ba ins scho aüwü gwejs   - seid daß der Harrgodd d`Wööd erschaffa hot.  

         Ejn~la, deis glouwi wöü, hot s Biawla gsejd - Sauboara hawas ins ouft scho khoaßa d´Schwoowa,

         baü mrs dretzt und gschbejdelt hawa: "Schwebla magsch koi Zwieblassupp"!

         Ejn~la, frogg dr Bua awr weidr, wisou kimmbs,  daß d`Boara z Brugg und z´ Mincka dinn

         ins o als Schwowa schimpfa, baü mr rejda wia ba ins dahuan~?

         Mein~ liawr Bua, hotn s´Ejn~la dreaschd, dejs isch a gschbessiga Gschiachd:

         Khrad d`Undrländr sens, dej Möüdl, dej wou ins aüs Schwowa arg vrschbeijdla!

         Awr Biawla, loß dr dejs idd zuckha, mourk dr: Mi schweewla idd und diana o idd möüddla.

         Mi rejda ganz an eigana Schbroch, am Lejchroan~, do wou insr  Hou~mat isch!

         [Aus Wölzmüller, Lechrainer Sprache]

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Ab 2.Dezember 2008  können Sie Lechrainer Wörter im Internet hören:

http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de

Link >Sprachwissenschaft - Link >Sprechender Sprachatlas von Bayern   

Abspielknopf [>] (Prittriching) anklicken!

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Übrigens: Der Lechrainer Dialekt ist nicht, wie vielleicht viele meinen, ein verderbtes Hochdeutsch,

sondern ein Sprache, die sich selbständig über Mittelhochdeutsch von den althochdeutschen Anfängen

entwickelt hat! Deswegen ist die Lechrainer Mundart es wert, gepflegt und dokumentiert zu werden!

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  PETER DÖRFLER


Dichterisch hat sich dem Lechrain immer wieder ein Schriftsteller  angenähert, dessen Biographie eng mit  diesem 

verbunden ist  und den es heute wieder zu entdecken gilt:  Peter Dörfler  (1878 -1955)[5]. Seiner Heimat

Untergermaringen und  Wahlhaupten hat er mit seinem Roman „Als Mutter noch lebte“  1912 ein einmaliges

literarisches Denkmal gesetzt und damit seinen Ruf als Dichter begründet.  Seitdem erschien von ihm fast jährlich

ein neuer Roman  oder Erzählungsband.  Ihr  Inhalt spielt  immer wieder in seiner Heimat, in Schwaben,  im Allgäu

und vor allem auch am Lechrain.  Die Stadt Landsberg ist Schauplatz einiger geschichtlicher Erzählungen und des

Romans „Judith Finsterwalderin“.  Die Stadt ist für ihn „ein träumerisches, scheues Städtchen“,  dessen Schönheit

und Romantik  er über alle Maßen lobt.  In Dörflers  Roman „Der ungerechte Heller“ (1922), der im 19. Jahrhundert in

Lechmühlen  b. Unterdießen spielt,  lernt man die heute untergegangene Welt der Dörfer am Lechrain wie kaum

anderswo kennen, die Kleinbauern,  die Holzfäller im Sachsenrieder Forst,  die Flößer vor allem. Eine seiner

eindrucksvollsten Szenen ist darin die Erzählung von einer  Floßfahrt im Winter  von Lechmühlen über die 

Landsberger Flößergasse nach Augsburg. 1926 erschien sein  Bändchen „Lechrain. Heimatwanderungen“, in dem er

köstliche Gechichten aus seiner Heimat erzählt.[6]   Neben der zuletzt auch im Fernsehen gepielten Apollonia –

Trilogie  sind wohl „Die Wessobrunner“  (1941) sein bekanntester Roman.  Er läßt in ihm die Künstlerfamilien des

Klosterdorfes  lebendig werden,  die im 18. Jahrhundert im Pfaffenwinkel und gerade auch am Landsberger Lechrain

Kirchen bauten und diese mit Fresken und Stuck ausschmückten.  Man begegnet hier Dominikus Zimmermann,

dem Baumeister der Wies und des Landsberger Rathauses, seinem Bruder Johann Baptist,  dem  in Lechmühlen

geborenen „Lechhansl “ Johann Bader  und vielen anderen Wessobrunner Künstlern und Meistern.



Der Lechrain birgt ein geschichtliches, kulturelles und künstlerisches Erbe,  das es – nach Goethe - immer wieder

zu erwerben gilt,  um es zu besitzen.


Literaturhinweise

Heimatbuch Stadt und Landkreis Landsberg am Lech, von Bernhard Müller-Hahl. Landsberg 2.Aufl. 982;ANTON HUBER,

Stadt und Landkreis Landsberg am Lech. Geschichte, Zeugnisse, Informationen. Landsberg 2004; HEIDE-WEISSHAAR -

KIEM, Stadt und Landkreis Landsberg am Lech. Kunstschätze in der Region. Landsberg 2007; PANKRAZ FRIED                                                                                                                                                                      

(m. S. HIERETH), Landgerichte Landsberg (m.Rauhenlechsberg ) und  Schongau ( Historischer Atlas v. Bayern ,Teil

Altbayern Bd. 22/23) München 1971;  DERS., Der Lechrain  heute. Nachklang einer verklungenen Geschichts-

landschaft. In: Lech-Isar-Land 2002  S. 27-36. – MARTIN WÖLZMÜLLER,  Der Lechrainer und seine Sprache, Landsberg

1987;  WERNER KÖNIG / MANFRED RENN,  Kleiner Bayerischer Sprachatlas u. Kleiner Sprachatlas  von Bayerisch –

Schwaben 2005/2007.  

Internet:   www.pankraz-fried.de/ (>Romantischer Lechrain); P.Fried: www.lechrain1.de/;lechrain/work/index.html

Internetseiten des Landkreises Landsberg und der Städte Landsberg, Friedberg und  Schongau.

Anmerkungen
[1]  Bayerisches Wörterbuch II, 104 (1877) ;
[2]  Aus dem Lechrain, Vorwort (1859)
[3] Das Werk ist heute, wie auch der Historische Atlas von Landsberg, im Internet: BayerischeLandesbibliothek-Online.de
[4]  Sprache und Dialekte in und  um Augsburg, zusammengestellt von Manfred Renn, Universität Augsburg, Internet 2007                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        im Internet ( 2007).
[5] Joseph Bernhart, Peter Dörfler. In: Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben Bd. 7, München 1959,406-455;Internet Gde.Waal                                                                                                            

[6]München, Oldenbourg (Bayernheft 3)
  

 Bilder

Landsberg im 16.Jahrhundert

(Landsberger Geschichtsblätter 2008)

Eine bisher  unbekannte  Darstellung Landsbergs  in der Universitätsbibliothek Salzburg           


Der Ammersee -  Ostgrenze des Lechrains

Lechrain - Land der Bauernhöfe

Bergwirthof in Heinrichshofen (um 1850)


Kleinanwesen Bachweber in Egling

Die landwirtschaftlichen Kleinanwesen  (Söldner u. Handwerker) überwogen in den Dörfern!

Stohrerhof in Riederau

Erinnerung an das ehemalige Landkreis-Museum - und zugleich Mahnmal für ein künftiges!


                                                           * * *

Gekürzt abgedruckt in: 

Landkreis Landsberg am Lech. Heimat zwischen Oberbayern und Schwaben.

Hrsgg. vom Landkreis Landsberg am Lech, eos,  2010,  S.65 - 68

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Anhang

Lebensbild Karl Frhr. v. Leoprechting

[Aus: www.landsberg.de > Kunst und Kultur > Stadtheimatpflege, dort leider nur Titel, deswegen hier:]


Erzählungen aus einer vergangenen Welt

Vor 150 Jahren schrieb Karl von Leoprechting das Buch „Aus dem Lechrain“

Von Anton Lichtenstern


1844 kaufte der 25jährige königliche Kammerjunker Karl Freiherr von Leoprechting das Schloß Pöring bei Pitzling.

Er war ein romantischer gesinnter Mann, er liebte sein altes Schlösschen und die kleine Wallfahrtskirche. Im Schloss

ließ er sich einen Rittersaal einbauen, für die Kirche beschaffte er zwei schöne Seitenaltäre, an denen sich bis heute

sein Wappen findet. Leoprechtings Interesse galt der Geschichte und den Erzählungen des Volkes. Deshalb stieg er,

wie ein Biograf schreibt, „von seinem Schlösslein in die rauchigen Wirtshaus- und Spinnstuben hinab“ und notierte

alles, was er über das Volksleben und den Volksglauben dort hörte.

Daraus entstand eine der wichtigsten Quellensammlungen zur Volkskunde Bayerns, das Buch „Aus dem Lechrain.

Zur deutschen Sitten- und Sagenkunde“. Es erschien 1855 in München und wurde oft neu gedruckt und viel zitiert.

Heute kann man es nur noch im Antiquariat bekommen. Das Buch führt uns in die Welt der Bauern und Flößer in den

Dörfern um Landsberg. Ein Hauptinhalt sind die Erzählungen über Hexen, Truden und Gespenster, ein anderer die

Darstellung der Feste und Bräuche im Jahreslauf. Weitere Kapitel beschreiben das Bauernhaus und die Bräuche bei

der Geburt, der Hochzeit und beim Tod. Der letzte Abschnitt bringt Lieder und Sprichwörter.

Angst vor Hexen und bösen Geistern

Das Leben in den Dörfern war alles andere als eine heile Welt. Es war bedroht durch viele Gefährdungen, durch

Krankheiten von Menschen und Haustieren oder durch Schädlinge und Unwetter, die die Ernte und damit die Existenz

vernichten konnten. An allem, so glaubte man, waren Hexen oder Hexer schuld, die aus Bosheit den Mitmenschen

Schaden zufügten. Wenn eine Kuh keine Milch gab, dann hatte eine böse Nachbarin auf zauberische Weise diese aus

einer Geiß oder aus einem Zaunstecken für sich gemolken. Hagelunwetter wurden von Hexen gemacht, indem sie das

Wasser peitschten. Wenn ein Kind krank wurde, konnte das die Folge des bösen Blicks einer Nachbarin sein. Ein

schweißüberströmtes Pferd mit Schaum vor dem Mund war von einer Trud gedruckt worden, einer Art Hexe mit der

Fähigkeit, den Körper zu verlassen. Auch die verbreitete Vorstellung vom Hexensabbat, dem Treffen der Hexen mit

dem Teufel in der Walpurgisnacht, fand Leoprechting in den Erzählungen der Leute. Der Treffpunkt war, so glaubte

man, die finstere Schlucht zwischen Landsberg und Pitzling, die bis heute deshalb Teufelsküche heißt. Über diese

Schlucht führte der Weg nach Pitzling auf einem wackligen Holzsteg. Viele Sagen berichten von unheimlichen

Begegnungen auf diesem Steg oder am Rand des Abgrunds.

Die Menschen wurden beherrscht von der Angst vor unheimlichen Mächten. In der Dorfgesellschaft begegneten sich

viele mit tiefem Misstrauen und mit Hass, weil man überall Hexen und Truden vermutete. Auch die Geister der

Selbstmörder fürchtete man so, dass man die Leichen nicht in den Friedhöfen, sondern in Mooren vergrub oder in

einen Lechstrudel warf. Dies war streng verboten, trotzdem geschah es, wie die makabre Erzählung „Der Gehängte,

dreimal Begrabene und endlich Ersäufte“ aus Thaining zeigt.

Trudensteine und Zauberrituale

Wie versuchte man sich vor diesen unheimlichen Gefahren zu schützen? So vielfältig die Bedrohungen waren, so groß

war die Zahl der Gegenmittel. Die wichtigsten waren die kirchlichen Segnungen und geweihte Gegenstände. Das im

Osterfeuer geweihte Scheit aus Walnussholz diente zur Abwehr des Blitzschlages, die Palmzweige vom Palmsonntag

und die an Maria Himmelfahrt geweihten Kräuter sollten vor Schadenzauber schützen. Pflanzen und Tiere spielten als

Abwehrmittel eine große Rolle: Man vertraute auf die Hauswurz auf dem Dach, den Hollerbusch im Garten, den

Ziegenbock im Stall und die getrocknete Kröte an der Stalltür. Auch auf geweihte Amulette oder auf einen Trudenstein,

einen Kiesel mit einem Loch, setzte man seine Hoffnung. Wenn der Schaden schon eingetreten war, zum Beispiel

wenn Viehkrankheiten herrschten, wendete man sich an erfahrene Männer, die mit komplizierten geheimen Ritualen

und Zaubermitteln die Verhexung überwinden konnten.

Um sich vor den Hexen zu schützen, versuchte man auch, sie zu erkennen: Dazu verhalf ein Schemel aus neunerlei

Holz, auf den man sich während der Christmette kniete, aber auch das Aussehen verdächtigter Frauen, der

hinkende Gang, das hässliche Gesicht, rote Augen – der Diffamierung von Frauen als Hexen, vor allem alten und

allein stehenden, waren also fast keine Grenzen gesetzt.

Johannisfeuer und Kirchweih

Nicht alles im Leben in den Dörfern war so erfüllt von Aberglauben und Angst. Leoprechting erzählt auch von den

Festen in den Dörfern. Auch davon ist vieles Vergangenheit, an die sich niemand mehr erinnert. In den

Faschingstagen, die am Gumpigen, heute Lumpigen Donnerstag begannen, zogen die verkleideten Burschen unter

der Anführung des „Schellenrührers“ – er trug einen Pferdeglockenkranz – in die Wirtshäuser und durch die

Nachbardörfer, überall wurde gezecht, gesungen und getanzt.

Am Johannistag, in der Zeit der Sommersonnenwende, wurden trotz der Verbote auf Anhöhen riesige Feuer

entzündet, um die man in einem großen Kreis tanzte, bis der Ring zerriss. Wenn das Feuer niedergebrannt war,

sprangen die Paare darüber.

Das größte und ausgelassenste Fest war Kirchweih, das vom Sonntag bis zum Dienstag, an manchen Orten bis zum

Mittwoch, mit Gottesdiensten, Festmählern, Verwandtenbesuchen und Tanz gefeiert wurde. Alle Feste, auch private

wie Hochzeiten, waren Feste der ganzen Dorfgemeinschaft.

Als Leoprechtings Buch 1855 erschien, hatte er sich schon einen neuen Wohnsitz bei Neuötting erworben. Pöring

verkaufte er zwei Jahre später, das Schloss war also nur etwas mehr als ein Jahrzehnt in seinem Besitz. Dieser kurzen

Zeitspanne verdanken wir die Kenntnis des Lebens und der Mentalität in unserer Heimat vor 150 Jahren. 


[Einfügung]


Schloss Pöring auf einer Lithographie von 1846 

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Lebensbild Johann Georg v. Lori

Siehe www.bayerische-landesbibliothek-online.de

Link:  Landesgeschichte > Johann Georg v. Lori Werke> Aus dem Lechrain 

  
 

 






                                                             



 
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