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Siehe unten Lex Alamannorum - Augsburg Residenz


HISTORISCHER ATLAS VON BAYERN - TEIL SCHWABEN  

Vorbemerkung                               

Motto: "Vita brevis, ars longa".  Das Forschungsprojekt "Historischer Atlas von Bayern" hat mich schon  als Student  in seinen Bann gezogen. Diesem Projekt verdanke ich viele Anregungen für meine wissenschaftliche Tätigkeit (siehe Publikationen). Und noch heute ist es der  "Atlas" , der in besonderer Weise die Verbindung zur wissenschaftlichen Welt in Universität und Akademie der Wissenschaften aufrecht erhält, - zu einer Welt, die mir sonst von meiner Heimat am Lechrain aus  doch etwas in die Ferne gerückt ist. Was die Erinnerung vor allem wachhält, sind die Studenten,  denen ich mich seinerzeit in Lehre und Forschung widmen durfte. 
 
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Der Historischer Atlas von Bayern

Heute gibt des für die verschiedensten Gebiete historische Atlanten oder Atlasse, wie man neuerdings auch sagen kann. Ihr Spezifikum ist vor allem die geographische Darstellung einer Materie.

Der Historische Atlas von Bayern  (HAB), gegliedert in die Teile Altbayern, Franken und Schwaben,  bietet in Text und Karte  eine historisch-statistische Beschreibung der Staats- und Verwaltungsorganisation um 1800, also vor den großen Umbrüchen der napoleonischen Zeit. Zugleich werden die Wege zur heutigen  Staatsorganisation aufgezeigt.  Der Atlas erscheint in Landkreisbänden (in Altbayern nach  Land- gerichten)

Einführung für Altbayern: Sebastian Hiereth, HAB. Die bayerische Gerichts- und Verwaltungsorganisation vom13.-19 Jahrhundert. München 1950

Einführung und Überblick für Schwaben: A. Schröder, Die staatsrechtlichen Verhältnisse im bayerischen Schwaben um 1801 (Jahrbuch des Hist. Vereins Dillingen 19.Jgg.) 1906, S. 134 (mit Karte); P. Fried, Historischer Atlas (>Publikationen) 

Überblicksatlanten sind für Altbayern der Bayerische Geschichtsatlas, hgg. v. Max Spindler und Gertrud Diepolder, für Schwaben der Zorn´sche Historische Atas für Bayerisch - Schwaben, dessen Neuherausgebe in Lieferungen erfolgt (SFA).

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Historischer Atlas von Bayern - Teil Schwaben

Die Karte gibt den Bearbeitungstand für das Jahr 2000 wieder. Gerinfügige Änderungen bis heute siehe unten unter Bearbeitungsstand 2008 vermerkt. Neu erschienen sind die Atlanten Neuburg (Nadler), Illertissen (Reich, auf eDruck UB Augsburg), Donauwörth (Pfister).

Bearbeitung und Forschung

Die historische Atlasforschung  ist ein wesentlicher Bestandteil der  wissenschaftlichen  Landesgeschichte. In ihrem Rahmen wird  das Forschungsunternehmen Historischer Atlas von Bayern betrieben. Er wird von der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München  herausgegeben. Der Atlas  will sowohl der wissenschaftlichen Forschung als auch der Regionalgeschichte dienen.

In der zur Kommission gehörigen Schwäbischen Forschungsstelle Augsburg wird das Projekt für Schwaben  bearbeitet. Obenstehende Skizze zeigt den Bearbeitungsstand auf.  Siehe dazu den Beitrag von P.Fried über den HAB Schwaben (www.lechrain.ontoo.de > Starseite Link oben Hist. Atlas ).

Die bisher erschienenen Bände sind  verzeichnet unter:

http://www.kbl.badw-muenchen.de/sfa.htm

Die ersten 13 (vergriffenen) Hefte (Altlandkreise) und der Band Grafschaft Oettingen sind in der  Bayerischen Landesbibliothek Online (Landesgeschichte) in Text und Karte einsehbar und herunterzuladen:

http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de//index.html

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Bearbeitungstand 2008 (siehe oben Karte)

HISTORISCHER ATLAS VON BAYERN Teil Schwaben 

REIHE I

Donauwörth (Dr. Doris Pfister)
Die bei Prof. Fried als Dissertation angefertigte Dissertation ist 2008 erschienen. 

Illertissen (Dr. Thomas Reich): Die Ende 2000 bei Prof. Fried abgeschlossene Dissertation wurde im elektronischen Server der UB - Augsburg publiziert (http://www.opus-bayern.de/uni-augsburg/volltexte/2005/130/).  Sie erscheint jedoch auch im Druck.

Neu-Ulm (Diss. b. Prof. Dr. Ferdinand Kramer: Dr. Sarah Hadry, Heimatpflegerin d.Sudetendeuschen München)
Die Arbeit wurde zu Beginn des WS 2007/08 als Dissertation eingereicht. Sie wird zum Druck vorbereitet. 

Sonthofen (Stud.Dir.i.R. Helmut Mayer)
Der Bearbeiter will seine Arbeit  im Jahr 2009 engültig zum Abschluß bringen. 

Dillingen:  ( StD Helmut Lauser, Kaufbeuren) 
Wegen der Herausgabe des Kaufbeurer Urkundenbuchs ruhen z.Z. die Arbeiten.

Kaufbeuren : Bearbeiter Stadtarchivar i. R. Meinrad Weikmann.

REIHE II:

Stadt Kempten: Bearbeiterin Frau Birgit Kata.

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LEX ALAMANNORUM   

 



LEX ALAMANNORUM  -  Das Gesetz der Alamannen  von 793. Bearbeitet von Clausdieter Schott. 

Herausgegeben von der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft (R.5b,3). Augsburg 1993, Studienausgabe 2006,  € 19,90 


Das Volk der suebischen Alamannen tritt im 7. Jahrhundert mit seinem Stammesgesetz in das hellere Licht der Geschichte. Sind unsere Kenntnisse über sie bis dahin oft dürftig und unsicher, so gewährt die umfangreiche Gesetzgebung der Lex mit einem Mal interessante Einblicke in die alemannische Gesellschaft, Verfassung und Kultur bis hin zum alltäglichen Geschehen, gerade auch auf kirchlichem Gebiet: 

°   Das alemannische Stammesrecht (Lex) räumt der Kirche eine starke Vorzugsstellung ein, so daß diese überhaupt als eine treibende Kraft für das Zustandekommen des Gesetzes angesehen werden muß.

°   Gleich die ersten Bestimmungen sind dem kirchlichen Vermögenserwerb und der Besitzsicherung gewidmet. 

°   Von weitreichender Bedeutung ist, daß das ebenfalls von kirchlichen Institutionen gehandhabte Urkundenwesen mit Nachdruck zur Wahrung des Besitzes eingesetzt wird.

°   Zum Kirchenvermögen gehörten damals auch kirchliche Eigenleute und Pächter, in einem gewissen Sinne auch Freigelassene, die sämtliche in die Regelungen der Lex einbezogen werden. 

°    Besondere Aufmerksamkeit wird dem Schutz der Geistlichen vom Bischof bis zum einfachen Kleriker und Mönch gewidmet. 

°    Der Kirchenteil der Lex ist weitgehend Ausdruck des universalkirchlichen Rechtsdenkens, das sich bis in die Jahrhunderte vor der Lex zurückverfolgen läßt.

°    Blutrache und blutige Bestrafung im Rahmen der archaischen Sippengesellschaft sollen möglichst durch Sühneleistungen abgegolten werden. Die Annahme von Sühneleistungen hauptsächlich in Form von Geldbußen hatte zunächst prestigemindernde Wirkung. Das Bußensystem durch ein Gesetz (Lex) durchzusetzen bedeutete deswegen, eine Mentalität der Versöhnungsbereitschaft im allgemeinen  Bewußtsein zu verankern. Dabei spielte Christentum und Kirche mit ihrer Morallehre gewiß eine wichtige, wenn nicht die entscheidende Rolle. 

°    Die suebisch-alamannische Sprache tönt in der Lex zum ersten Mal authentisch an unser Ohr. Zwar ist das alemannische Stammesrecht in der vulgärlateinischen Sprache abgefaßt, doch werden darin gelegentlich lateinische Begriffe zur besseren Verdeutlichung durch alemannische  Worte erklärt wie z.B.:
"handi" (Hand), "wunt“ (Wunde), "baIch" (Balg, Haut), "zan" (Zahm), "or" (Ohr), "lit" (Glied), "mara" (Mähre), "ait" (Eid), "scardi" (Scharte), "pulislac" (Beulenschlag), "sciura" (Scheuer), "stuba" (Stube= geheizter Raum) u.a.

°    Die Lex galt als schwäbisches Stammesrecht bis ins 13. Jahrhundert

 

Lex Alamannorum. Das Gesetz der Alemannen. Faksimile-Ausgabe aus der Wandalgarius-Handschrift vom Jahre 793 (Codex Sangallensis Nr. 731 der Stiftsbibliothek S1. Gallen). Kommentar- und Übersetzungsband von Clausdieter Schott, herausgegeben im Auftrag der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft von Pankraz Fried. Erhältlich bei der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft  (86159 Augsburg, Alter Postweg 97a,Tel.0821-59684) oder im Buchhandel . (Gesamtpreis für beide Bände im Schuber  114. -  €). Neuerdings Studienausgabe 19.90.- €


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1993, Kunstverlag Josef Fink  Lindenberg /Allgäu (Führer)


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Neu:

Martina Spies [Leben und Lebensversicherung in schwäbischen Klosterherrschaften]. Feuerversicherung, Waisen- und Kreditkassen bei ostschwäbischen Reichsklöstern vor der Säkularisation und ihre Auflösung. Diss. phil.  Universität Augsburg 1997. Erschienen  2007 in der "Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte Bd. 151 (Verlag C.H.Beck München)

Geschichte der Hofmark Kissing an der Paar. Eine lokalhistorische Studie von Matthias Graf, 1894. Wißner-Verlag Augsburg 2008. Neu bearbeitet und herausgegeben von Adelheid Hoechstetter-Müller. 

   

 
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